Aktionstag: Ein Leben retten am 5. April

Es geht um das Wichtigste überhaupt: „Leben retten“. So lautet die Überschrift über den Aktionstag am Freitag, 5. April.

Es geht um das Wichtigste überhaupt: „Leben retten“. So lautet die Überschrift über den Aktionstag am Freitag, 5. April. Dann haben die Malteser (Stadtgliederung Werl), das Deutsche Rote Kreuz (Ortsverein Werl), das Mariannen-Hospital Werl und „definetz.de“ gemeinsam den großen Aktionstag in der Werler Innenstadt organisiert.

„Es ist eigentlich ganz einfach. Und jeder sollte gerüstet sein“, unterstreicht Dr. Martin Kelbel, Chefarzt der Anästhesiologie im Mariannen-Hospital Werl. „Prüfen. Rufen. Drücken!“ sind die drei wichtigsten Schritte bei einem Herzstillstand: Reaktion und Atmung checken, Notruf 112 wählen und die Herzdruckmassage sofort beginnen. „So kann die Überlebenschance verdoppelt bis verdreifacht werden“, ermutigt Chefarzt Dr. Martin Kelbel, zu einem beherzten Einsatz.

Am Freitag, 5. April, von 10 bis 13 Uhr werden die beteiligten Fachleute auf die Bedeutung eines schnellen Eingreifens aufmerksam machen: In der Fußgängerzone vor der Basilika gibt es Tipps und ganz praktische Übungen. 

Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise bis zu 100.000 Fällen pro Jahr immer noch eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. „Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten,“ schildert Dr. Kelbel und ergänzt: „Gerade  bei einem Herzstillstand ist es unerlässlich, schnell zu handeln.“ Bereits drei Minuten nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt – es treten unwiderrufliche Schäden auf. „Mit der einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit  erhöht werden.“

Warum fehlt der Mut? „Oftmals sind viele Menschen im Ernstfall überfordert, weil sie zuerst an die stabile Seitenlage oder den Wechsel zwischen Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung denken. Dass eine Herzdruckmassage ausreicht, wissen viele nicht“, vermutet Dr. Kelbel.