Leistungsspektrum

Erkrankungen der Gefäße zählen zu den häufigsten Krankheitsbildern unserer Gesellschaft. Der Schwerpunkt Gefäßmedizin hat sich am Mariannen-Hospital vor allem vor dem Wissen entwickelt, dass dauerhafte Gefäßschäden aufgrund mangelnder Durchblutung insbesondere in den Beinen häufige Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus sind. Sie sind die Ursache für hohe bzw. Majoramputationen (oberhalb des Knöchels).

Das Wissen um die direkten Zusammenhänge der arteriellen Verschlusskrankheit, koronaren Herzkrankheit, des Schlaganfalls, von Nierenfunktionsstörungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus erfordert eine fachübergreifende Diagnostik und Therapie. Diese wird kompetent im Mariannen-Hospital angeboten.


  • Das Mariannen-Hospital Werl bietet eine umfassende Versorgung innerhalb der Gefäßmedizin: 

    • Diagnostik und Behandlung inklusive endovaskuläre Verfahren bei peripheren und cerebralen arteriellen Verschlusskrankheiten
    • Diagnostik und Therapie bei Schlaganfall
    • Diagnostik und Therapie bei Erkrankung der Herzkranzgefäße (KHK), Behandlung bei Herzschwäche und Bluthochdruck
    • Stammzelltherapie
    • CO2-Angiographien

  • Neben den bekannten Untersuchungsmethoden und der persönlichen Besprechung von Symptomen und Beschwerden werden zur Diagnostik im Schwerpunkt Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen eingesetzt.

    Viele Vorteile bietet die FCDS, die Ultraschalluntersuchung, bei der der Blutfluss farbig dargestellt wird. So können auch geringe Schwächen sicher erkannt werden. Mit diesem speziellen Gefäßultraschall (Farbcodierter Duplex-Ultraschall) wird völlig schmerzlos der Zustand der Venen, der Venenklappen und der Blutfluss genau beurteilt.

    Auch die DSA, die Digitale Subtraktionsangiographie, wird im Mariannen-Hospital kompetent durchgeführt. Sie bedeutet, dass mithilfe von Computertechnik die vor und nach Kontrastmittelgabe gewonnenen Röntgenbilder übereinanderlegt und alles (digital) entfernt, was sich nach dem Kontrollbild nicht verändert hat. : Durch diese Bearbeitung bleiben nur noch die Bereiche übrig, in denen sich das Kontrastmittel befindet.

    Alternativ arbeitet die Innere Medizin mit einem völlig innovativen Verfahren der Gefäßdarstellung: Chefarzt Dr. Heinrich Reike hat für Patienten, die durch eine Kontrastmittelgabe zu hoch belastet würden, eine anerkannte eigene Methodik entwickelt. In diesen Fällen wird statt Kontrastmittel alternativ Kohlensäure zur Gefäßdarstellung genutzt.


  • Um verengte Blutgefäße ohne Operation behandeln zu können, setzt das Mariannen-Hospital deshalb auf modernste Therapiemöglichkeiten – vor allem im Gefäßlabor. Das Herzstück ist die DSA-Anlage der neuesten Generation. Mit diesem Gerät kann die so genannte „Digitale Subtraktionsangiographie“ (DSA) durchgeführt werden. Die Blutgefäße werden dabei mittels Röntgenstrahlen sehr deutlich sichtbar, Engstellen sind klar erkennbar. Das hier mögliche Verfahren zur Verbesserung der Gefäßsituation ist  die sogenannte PTA (Percutane Transluminale Angioplastie). Sie ist eine Ergänzung zur Angiographie. Hierbei können Gefäßverengungen durch den Einsatz eines Ballonkatheters (Ballondilatation) wieder erweitert werden. Chefarzt Dr. Reike hat dabei Erfahrungen beim Vorbringen des Katheters bis in die kleinsten Gefäße, was insbesondere für DFS-Patienten große Wichtigkeit hat. Wird eine Engstelle im Gefäß entdeckt, wird in das betroffene Gefäß ein Katheter eingebracht, der als „Arbeitskanal“ dient. Über diesen Führungskatheter wird ein haarfeiner Führungsdraht durch die verengte Stelle hindurch bis in die fern gelegenen Abschnitte des Gefäßes eingeführt. Dieser Draht dient als Schiene für den darüber einzuführenden Ballonkatheter. Der besteht aus einem sehr feinen Kunststoffschlauch. Er ist markiert und bei der  Röntgendurchleuchtung sichtbar. Der Ballon wird ganz exakt in die Verengung eingebracht. Durch Aufpumpen wird die enge Stelle aufgeweitet.

    Durch die Kontrastmitteldarstellung oder die Darstellung des Gefäßes mit Hilfe der Kohlensäure wird das Ergebnis der Behandlung sofort beurteilbar. Sie ist in über 90 Prozent der Fälle erfolgreich, so dass in der Regel nur noch leichtgradige Verengungen, die keine Beschwerden mehr verursachen, zurückbleiben. Die Behandlung ist nahezu schmerzfrei.