Endoskopische Vorsorge
 
 

Endoskopie in der Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs frühzeitig erkennen
Gezielte Vorsorgeuntersuchungen sorgen dafür, Darmkrebs im Frühstadium zu erkennen. Daher sollte jeder ab dem 50. Lebensjahr die jährlich empfohlenen Präventionsangebote wahrnehmen, Risikogruppen bereits ab dem 40. Lebensjahr.

Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Es gibt verschiedene Früherkennungsuntersuchungen: Der Hämocculttest, der jährlich angewendet werden sollte, ist ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Eine Alternative zum Hämocculttest ist der immunologische Occulttest. Er bietet den Vorteil, dass er noch spezifischer nach Blutspuren in der Stuhlprobe sucht. Die sicherste und aussagekräftigste Methode zur Früherkennung und Diagnostik von Darmkrebs ist die Darmspiegelung, die Koloskopie. Mit ihr lassen sich selbst kleinste Schleimhautveränderungen, Tumore oder Polypen aufspüren und beseitigen. Ab dem 55. Lebensjahr hat jeder Anspruch auf eine Darmspiegelung als Früherkennungsmaßnahme (Kostenübernahme durch die Kassen gewährleistet).

Symptome
In 90 Prozent der Fälle entwickelt sich dieser Krebs aus gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut, so genannten Polypen. Viele dieser Wucherungen entarten im Lauf von sechs bis zehn Jahren zu bösartigen Tumoren. Da diese Tumore über viele Jahre keine Symptome zeigen, werden sie meist erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Therapiemöglichkeiten schon eingeschränkt, da sich möglicherweise bereits Metastasen gebildet haben, die in benachbarte Organe eingedrungen sein können. Umso wichtiger ist deshalb eine konsequente und regelmäßige Darmkrebs-Vorsorge. Und auch die Selbstbeobachtung ist entscheidend. Blut im Stuhl, Bauchbeschwerden, eine stärkere Gewichtsabnahme, Unwohlsein oder wechselnde Stuhlgewohnheiten können Hinweise sein.

Rsikofaktoren für die Darmkrebserkrankung
Die Entstehung von Darmkrebs wird durch eine Reihe von Risikofaktoren begünstigt. Dazu zählen chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa. Vor allem aber gehören Menschen, die unter Darmpolypen leiden, zur Haupt-Risikogruppe. Die erbliche Vorbelastung spielt ebenfalls eine Rolle. Das Risiko, an Polypen und Darmkrebs zu erkranken, ist um das zwei- bis vierfache erhöht, wenn enge Familienangehörige bereits erkrankt sind oder waren. Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und eine ballaststoffarme sowie fettreiche Ernährung werden ebenfalls mit einer höheren Rate an Darmkrebserkrankungen in Verbindung gebracht.

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