Mariannen-Hospital
 
 

Mariannen-Hospital

Mehr als 150 Jahre Geschichte

1854
Als kinderlose Besitzerin eines großen Vermögens bestimmt Marianne Heese den Frauen- und Jungfrauenverein zum Universalerben. In ihrem Testament verfügt die Wohltäterin, dass mit ihrem Nachlass "ein Institut zur Erziehung armer katholischer Kinder und ein Hospital zur Pflege Kranker" eingerichtet wird. Der Grundstein für die Maria-Anna-Heese`sche Stiftung wird gelegt.

1863
Marianne Heese stirbt an Herzschwäche. Während sie persönlich in großer Zurückgezogenheit und Einfachheit lebte, widmete sie ihre Reichtümer einem humanitären Zweck und wird so zu einer der größten Wohltäterinnen der Stadt Werl.

1864
Pfarrer Gustav Alterauge erteilt die Zustimmung, im Geburtshaus der Wohltäterin an der Kämperstraße ein Krankenhaus einzurichten.

1870
Durch die Unterschriften des Paderborner Bischofs, des städtischen Magistrats und der staatlichen Genehmigungsbehörde erhält das Statut zur Gründung der Maria-Anna-Heese`schen Stiftung Rechtskraft.

1881
Aus eigenen Mitteln finanziert die Stiftung einen Erweiterungsbau am Krankenhaus an der Kämperstraße.

1900
Propst Cruse als Kurator des Mariannen-Hospitals unterstreicht die Notwendigkeit eines größeren Krankenhaus-Neubaus. Am bisherigen Standort ist eine Erweiterung aus Platzmangel nicht möglich.

1902
Baubeginn für das neue Krankenhaus an der Unnaer Straße. Der dreistöckige Bau soll Platz für 94 Kranke und 14 Schwestern bieten. Pro Bett sind Baukosten in Höhe von 2 550 Mark veranschlagt.

1908
Mit dem Direktor des neuen königlichen Zentralgefängnisses am Langenwiedenweg werden Verhandlungen über die Aufnahme schwer- und seuchenkranker Gefangener geführt.

1911
Propst Münstermann treibt die Erweiterung des Krankenhauses um einen neuen Flügel voran. Die Isolier-Abteilung entsteht.

1982
Gründung des Krankenhaus-Fördervereins. Er setzt sich zum Ziel "für den Erhalt und die Erneuerung des Mariannen-Hospitals als einem leistungsfähigen Krankenhaus in Werl" einzutreten.

1984
Durch Hagelschlag treten schwere Schäden am Krankenhaus auf. Ein OP-Raum wird zerstört. Für 1,1 Mio. Mark wird ein OP-Trakt in Modulbauweise erstellt, in dem kaum ein Jahr später die erste Operation durchgeführt wird.

1990
Die letzten Ordensfrauen aus der Gemeinschaft des hl. Vinzenz von Paul verlassen das Krankenhaus. Damit endet aus Gründen der Altersstruktur und des Nachwuchsmangels eine 139-jährige Tradition des Ordens im Krankenpflegedienst in der Stadt Werl.

1991
Das neue Bettenhaus kann bezogen werden. In dem dreistöckigen Neubau ist zudem neben einer neuen Heizungsanlage für das gesamte Krankenhaus auch die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe angesiedelt.

1996
Die Kurzzeitpflege am Mariannen-Hospital wird eröffnet.

2000
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Katharinen-Hospital in Unna und Gründung des Katholischen Hospitalverbund Hellweg, zu dem inzwischen das Katharinen-Hospital Unna, das Marienkrankenhaus Soest, das Mariannen-Hospital Werl, sowie die Alten- und Pflegeeinrichtungen St. Bonifatius Unna und St. Elisabeth Möhnesee-Körbecke gehören.

2001
Um das Angebot der Kurzzeitpflege abzurunden, wird in einem Neubau auf dem Krankenhausgelände die Tagespflege eröffnet.

Zu einer modernen Versorgung gehört eine enge Vernetzung zwischen stationärem und ambulantem Sektor. Auf diesem Hintergrund wurde 2001 mit der Einrichtung eines Therapiezentrums (mit Praxen für Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie) auf dem Krankenhausgelände sowohl eine räumliche als auch fachliche Nähe zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen geschaffen.

2004
Mit dem Neubau des OP-Traktes und der Einrichtung zwei hochmoderner OP-Säle erhöht sich die Versorgungsqualität für die Patienten weiter. Im gleichen Gebäude ist auch eine Praxis für Allgemeinmedizin und Diabetologie an das Krankenhaus angegliedert.

2007
Anschaffung einer hochmodernen DSA-Anlage (= Digitale Subtraktions Angiographie). Die Spezialisten der Inneren Medizin / Diabetologie können mit dieser High-Tech-Anlage nicht-invasiv kleinste Gefäße erreichen und aufweiten, die beispielsweise durch einen Diabetes mellitus vom Verschluss bedroht oder bereits betroffen sind.

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