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Detailansicht für den Begriff

Name des Begriffes: Diabetisches Fußsyndrom
Beschreibungen des Begriffes:

Das diabetische Fußsyndrom, umgangssprachlich diabetischer Fuß, ist eine häufige Folgeerkrankung von langfristig erhöhtem Blutzuckerspiegel bei Diabetes.

Etwa 15 Prozent der Diabetiker entwickeln im Laufe ihres Lebens schmerzlose, schlecht heilende Wunden an den Füßen, die nicht innerhalb von zwei bis drei Wochen spontan abheilen. Eine Durchblutungsstörung in den Beinen oder eine Nervenschädigung erhöhen die Schmerzschwelle. Die Wunden entstehen – meist unbemerkt – bei einfachen Unfällen, nach nicht fachgerechter Fußpflege, oder bereits durch Anstoßen der Zehenspitzen im Schuh oder gegen Kanten. Die Therapie des diabetischen Fußsyndroms gestaltet sich oft schwierig, aufwendig und langwierig. Sie erfordert häufig die Mithilfe einer Fußambulanz, Gefäßspezialisten (Angiologen), Orthopäden und weiteren Fachleuten. Die Diabetiker lernen ihre Füße täglich zu kontrollieren, die Fußnägel entsprechend zu pflegen und auf sachgemäße Schuh- und Einlagenversorgung zu achten. In manchen Fällen kommen Antibiotika, durchblutungsfördernde Maßnahmen (auch Operationen) und physiotherapeutische Übungen zum Einsatz. Die Entwicklung eines diabetischen Fußsyndroms kann durch eine intensive Fußpflege und eine optimale Blutzuckereinstellung vermieden werden.

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