Hier finden Sie uns
Unnaer Straße 15
59457 Werl
02922 / 801-0
info.werl(at)hospitalverbund.de

Detailansicht für den Begriff

Name des Begriffes: Refluxkrankheit
Beschreibungen des Begriffes:

Die Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit) ist ein krankhaft gesteigerter Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre.

Der Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen funktioniert nicht mehr. Dadurch fließen Speisebrei, Magensäure und Gallenflüssigkeit zurück in die

Speiseröhre und lösen die typischen Reflux-Beschwerden aus. Passiert dies über einen längeren Zeitraum, wird die Schleimhaut der Speiseröhre geschädigt. Das kann zu einer schmerzhaften Entzündung mit Schleimhautveränderungen (Refluxösophagitis) führen. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen des Verdauungstraktes, von der in Deutschland etwa jeder Fünfte betroffen ist. Symptome können Sodbrennen, Aufstoßen, Schluckbeschwerden, Druckgefühl hinter dem Brustbein, Reizhusten, Heiserkeit, manchmal auch Übelkeit und Erbrechen sein. Der Arzt stellt die Diagnose mithilfe der Speiseröhrenspiegelung mit gleichzeitiger Gewebsentnahme. Eine medikamentöse Behandlung lässt die Beschwerden schnell abklingen. Selten ist eine Operation notwendig. Der Patient kann durch eine Änderung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zur Therapie beitragen: häufige, kleine, eiweißreiche, fettarme Mahlzeiten zu sich nehmen, Alkohol, Tabak, Kaffee, Pfefferminze, fettreiche Speisen, Fruchtsäfte, Kohlensäure und Tomatensoße meiden, in Hocke gehen, statt den Oberkörper zu beugen, keine einengende Kleidung tragen und mit erhöhtem Oberkörper schlafen.

Zurück